Staatsanleihe
Ein festverzinsliches Wertpapier, mit dem ein Staat Geld von Anlegern leiht und dafür regelmäßig Zinsen zahlt.
Eine Staatsanleihe ist im Grunde ein Kredit, den du einem Staat gibst. Du kaufst die Anleihe, erhältst regelmäßig Zinszahlungen (Kupon) und am Ende der Laufzeit den Nennwert zurück. Deutsche Bundesanleihen gelten als besonders sicher, weil Deutschland ein AAA-Rating hat.
Es gibt verschiedene Laufzeiten: Bundesschatzbriefe (kurz), Bundesobligationen (5 Jahre) und Bundesanleihen im engeren Sinne (10-30 Jahre). Kürzere Laufzeiten bedeuten weniger Zinsrisiko, aber oft auch weniger Rendite.
Der Kurswert einer Anleihe schwankt mit dem Zinsniveau. Steigen die Marktzinsen über den Kupon deiner Anleihe, fällt der Kurswert unter den Nennwert. Sinkende Zinsen treiben den Kurs nach oben. Wer bis zur Fälligkeit hält, bekommt den vollen Nennwert zurück, egal was zwischendurch passiert.
Beispiel
Du kaufst eine Bundesanleihe mit 10 Jahren Laufzeit, 2,5% Kupon und Nennwert von 1.000€. Jedes Jahr erhältst du 25€ Zinsen. Nach 10 Jahren bekommst du deine 1.000€ zurück. Steigen die Marktzinsen zwischenzeitlich auf 4%, könntest du die Anleihe nur für ca. 880€ an der Börse verkaufen.
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